80. Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg

Do., 8. Mai 2025, 16:00 Uhr - 17:30 Uhr
Karlsplatz, Karlsplatz, 70173 Stuttgart
Veranstalter: DGB Stuttgart, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber, IG Metall Stuttgart, NETZWERK GEGEN RECHTS – Für eine bessere Demokratie, Stadtjugendring Stuttgart, Stuttgarter Stolperstein-Initiativen, VVN-BdA und der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di Stuttgart

Mit:

  • Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst
  • Ulrich Schneider, Generalsekretär der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer
  • Grußwort von Gaël de Maisonneuve, französischer Generalkonsul in Stuttgart
  • Kurzbiografien von Verfolgten des Naziregimes, Stuttgarter Stolperstein-Initiativen
  • Liedern des Chores Musica Lesbiana

Musikalische Umrahmung: Guttenberger Brothers (Gypsy Jazz)

In Kooperation mit:
DGB Stuttgart, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber, IG Metall Stuttgart, NETZWERK GEGEN RECHTS – Für eine bessere Demokratie, Stadtjugendring Stuttgart, Stuttgarter Stolperstein-Initiativen, VVN-BdA und der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di Stuttgart

Weitere Veranstaltungen:

  • 15 Uhr Führung „Vom Kaiserreich zum Hitlerfaschismus“, Kulturgemeinschaft Stuttgart e.v.
    Treffpunkt am Mahnmal, Stauffenbergplatz
  • 17.30 Uhr Kranzniederlegung am Mahnmal für die Opfer des Faschismus (VVN-BdA)
  • 19.00 Uhr Finissage der Ausstellung „Ich wusste was ich tat“ mit Buchvorstellung des neuen Buches von Hermann G.Abmayr über Willi Bleicher „Texte eines Widerständigen“ im Willi-Bleicher-Haus, Willi-Bleicher-Straße 20,

 

Der 8. Mai muss ein Feiertag werden!
Am 8. Mai 1945 endete mit dem militärischen Sieg der alliierten Armeen der Zweite Weltkrieg und Europa wurde von der faschistischen Barbarei befreit. In Stuttgart waren bereits am 21. April 1945 französische Truppen einmarschiert. Es dauerte 40 Jahre bis der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker in seiner Rede zum 8. Mai 1985 darauf hinwies, dass der 8. Mai ein Tag der Befreiung und – vor allem – ein Tag der Erinnerung ist. Er betonte, dass das Gedenken alle Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft einschließt und auch die Opfer des Widerstandes umfasst. 80 Jahre nach Kriegsende ist der 8. Mai in Deutschland aber immer noch kein offizieller Gedenk- und Feiertag!

Solidarität und Zusammenhalt gegen die Rechtsentwicklung!
Die aktuelle politische Entwicklung weltweit und der weiter wachsende Einfluss der extremen Rechten in Deutschland, die auch ohne direkte Regierungsbeteiligung immer stärker den politischen Diskurs bestimmt, zeigen, dass wir uns an einem Wendepunkt befinden und die Zivilgesellschaft gemeinsam die Demokratie des Grundgesetzes verteidigen muss:

  • Keine Zusammenarbeit mit Rechtsextremen! Keine Kooperation mit der AfD, keine Übernahme ihrer demokratie- und menschenfeindlichen Forderungen und Narrative, die Migration ist nicht die „Mutter aller Probleme“!
  • Grundsätze einer humanen und solidarischen Gesellschaft bewahren! Vorrang für die öffentliche Daseinsvorsorge und den Ausbau der sozialen Infrastruktur! Keine weitere Aushöhlung von Grund- und Menschenrechten, das Recht auf Asyl muss erhalten bleiben!
  • Das Friedensgebot des Grundgesetzes ernst nehmen! Keine weitere Militarisierung der Politik, Lösung kriegerischer Konflikte auf diplomatischem Weg und durch konkrete Abrüstungsschritte!
  • Unsere Lebensgrundlagen schützen! Massive und sozial gerecht finanzierte Investitionen in die ökologische Transformation unseres Landes!

Demokratie braucht Erinnerung!
„Wir werden den Kampf erst aufgeben, wenn der letzte Schuldige vom Gericht aller Nationen verurteilt ist. Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“ (Schwur der Häftlinge von Buchenwald vom 19. April 1945)
Wenn wir auch an diesem 8. Mai aller Menschen gedenken, die von den Nazis verfolgt, entrechtet und ermordet wurden, dann geht es nicht in erster Linie um die Vergangenheit, sondern darum, unsere Gesellschaft heute so zu gestalten, dass Antisemitismus, Rassismus und Faschismus – egal welcher Ausprägung, ob in brauner Uniform oder im blauen Anzug – niemals wieder eine Chance haben.

Verschlagwortet mit: Antifaschismus, Nationalsozialismus, Rechtsradikale
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